Unsere Rolandsstadt

Wer im Kyffhäusergebirge, Barbarossa, mit einem Besuch hat geehrt,
nun westwärts durch die Goldene Aue fährt,
erreicht die 1075 Jahre alte Rolandsstadt.

Hier wird von alters her der Schnaps gebrannt.

Zur Zeit rüstet Sie zur 2004 Landesgartenschau.
Viel gibt's zu tun, man weiß es genau.
Überraschungen wird es Zahlreiche geben,
viele Besucher mögen das Ziel anstreben.

Als Tor des Harzes öffnet die Stadt Ihre Pforten
Mit der Bimmelbahn kann man erreichen den Brocken.
In der Walpurgisnacht die Hexen auf ihren Besen reiten,
um den Winter zu vertreiben.

Einst haben im Harz Fürsten und Grafen Burgen und Schlösser gebaut,
es lohnt sich, wenn man da rein schaut.
Die Sage spricht von längst vergangener Zeiten,
als Riesen und Zwerge hier verweilten.

In den großen Wäldern sie hausten,
ihrem sicheren Versteck sie trauten.
In die Höhlen man schaue hinein,
zauberhafte Gebilde wie im Münchnerschloss dort erfreuen.

Unzählige Orte könnte man noch erwähnen,
am besten selber nur auswählen.
Lobenswert ist die gesunde erholsame Luft,
mit ihren würzigen Tannenduft.

 

Gedichtet von einer Rentnerin unserer “Goldenen Aue”

 




Blick über die "Goldene Aue"

Nordhausen eine tausendjährige Stadt,
hier wird schon eh und jeh der Schnaps gebrannt.
Doch jedes Jahr zur Sommerzeit,
macht man sich für das Rolandsfest bereit.
Der Roland mit seinem Gefolge, regiert dann die Stadt,
König Heinrich der I. und seine Mathilde nun in Erinnerung hat.
Er erkannte schon zu seiner Zeit, wie schön dieses Fleckchen Erde sei.
Hier erbaue ich eine Burg für Mathilde meine Frau,
wie schön die Sicht in die große breite Goldene Aue.
Die sich vor den Toren der Stadt, ausgebreitet hat.
Die Harzwälder mit ihren grünen Tannen, winken herüber zum Gefallen.
Der Süden grenzt mit Höhenzügen ab,
im Osten das Kyffhäusergebirge schließt wie ein Tor dann ab.
Die wilde Zorge sich mit der Helme vereint
und dann gemeinsam im Stausee erscheint.
Stämme von Wenden und Flamen haben dieses Sumpfgebiet einst urbar gemacht.
Die Mönche zogen Gräben, es wurde an alles gedacht.
Doch nun man kann es schon sehen, wird die Autobahn hier durchgehen.
Ruhe und Stille ist dahin, nur rasende Autos nach Geld und Gewinn.
Unaufhaltsam sich das Rad der Geschichte dreht,
bestaunenswert was man in einer Generation erlebt.
So ist ein Kommen und Gehen, nur Himmel und Erde bleibt ewig bestehen.

Eine Rentnerin unserer "Goldenen Aue"


Urbacher Heimatlied

Am Südrand der Harzer Berge
wo die Goldene Aue erblüht,
von der Heimkehle grüßen die Zwerge
über`m Kyffhäuser die Sonne erglüht.
Dort spielten wir schon als Kinder,
tagein und auch tagaus,
dort liegt im grünen Tale
so still mein Elternhaus.

Wo goldene Ähren sich wiegen
im warmen Sommerwind
und stolze Eichen sich schmiegen
liegt Urbach, wo wir zu Hause sind.
Manch weiten Weg bin ich gegangen
zu finden Ruhm und Glück,
doch zog mich ein innig Verlangen
immer wieder in die Heimat zurück.

Stolz bin ich auf die Heimat
auf ihr Wachsen und Gedei`n.
Möge sie auch in Zukunft
viele Menschen erfreun.
Hier fühl ich mich geborgen,
kann als Mensch zufrieden sein,
ihr halt ich meine Treue
bis in den Tod hinein.

Text: Gerlinde Vopel, Musik: Goldau - Musikanten


Morgenstund

Willst du den Sonnenaufgang erleben,musst du dich zeitig aus dem Bett erheben.
Sie hat ihren Tageslauf und geht im Osten wieder auf.
Zum Kyffhäusergebirge wende den Blick, von dort sie die ersten Strahlen schickt.
Vorbei ist die dunkle Nacht, die Natur erwacht.
Die Lerche sich hoch in die Lüfte schwingt, die Nachtigall ihr schönes Lied anstimmt.
Alle Vögel stimmen ein, grad wie im Gesangsverein.
Auf den Gräsern  noch die Tautröpfchen hängen.
Blümchen ihre nickenden Köpfchen auf die Stengel stellen.
Spazieren trägt die Schnecke ihr Haus, sie guckt nur mit den Fühlern raus.
Mäuse huschen von Loch zu Loch, Würmchen krümmen sich noch.
Mutter Erde hat gedeckt den Tisch - reichlich und frisch.
Jeder sucht auf seine Art und Weise, seine Speise.
Bienen summen, Grillen zirpen, Mücken tanzen,der Tag beginnt, alles nimmt seinen Lauf, nun schaut nach der strahlenden Sonne hinauf.
Der Greifvogel hoch oben schwebt, bis er ein Opfer erspäht.
Vater Storch kommt geflogen,er muss für seine Familie sorgen.
Froschschenkel sind sehr begehrt, gern wird auch ein Fisch verzehrt.
Drum gebe jeder darauf acht, dass er vom Feind nicht wird vernascht.
Habt die Augen offen und denkt, jedes Erlebnis ist ein Geschenk.

Gedichtet von einer Rentnerin unserer “Goldenen Aue”


 

Der letzte Urlaubstag

Eine Kremserfahrt ist geplant,
Kutscher und Gefährt stehen bereit.
Aufsteigen heißt es zu gegebener Zeit.

Mit Hüh und Hott geht es los im leichten Galopp.
Ein lustiger Ausflug soll es werden, als Zugkraft Pferde.
Weit weg von Autolärm und Benzingeruch
genießen in freier Natur die frische Luft.

Nach Alltag und Streß sucht man Erholung echt.
Die Seele lassen baumeln,
den fliegenden Vögeln und ziehenden Wolken
nach zu schauen.
Am blauen Himmel weiße Wolken stehen,
grad wie Eisberge anzusehen.

Wenn Engel reisen, lacht der Himmel - aber nicht immer.
Die Sonne noch am Himmelszelt,
wir haben schönes Wetter bestellt.
Doch was war da aus weiter Ferne zu hören?
Wir lassen uns bei Frohsinn nicht stören.
Plötzlich macht sich der Wind auf
und treibt dunkle Wolken herauf.
Die Sonne hat sich zurückgezogen,
recht duster es geworden ist.
Die Wolken streiten sich da oben,
grelle Blitze zucken nieder wie ein Säbelstich.

Wutan wütend grollt führt jetzt das Regiment.
Schwere Geschütze hat er eingelenkt,
und es donnert und es kracht
viel zu viel als sei der Teufel mit im Spiel.

Große Tropfen fallen auf den See,
es bilden sich runde Kreise immer mehr.
Petrus hat die Schleusen aufgezogen
und es schüttet wie aus Kannen von oben.
Der See wird lebendig, es scheint als steigen
Nixen empor
und führen einen Reigen vor.

Der Sturm hat ein Boot losgerissen.
Führerlos treibt es hin und her
als ob es eine Nußschale wär.

Wir, durchnäßt bis auf die Haut,
die Pferde schütteln ihre nassen Mähnen.
Der Kutscher lenkt und er denkt,
heut wird uns allen nichts geschenkt.

Weit und breit kein Unterschlupf.
Nur eine Lösung gibt's - wir müssen durch.
Oh wären wir doch erst vor Ort,
keiner spricht ein Wort.

Ein Hoffen und ein Bangen steht
in jedem Gesicht,
hoffentlich passiert uns nichts.
Endlich am Ziel angelangt,
von den Lippen kommen ein "Gott sei Dank".

Die dunkle Wolkenwand nun eilig von
dannen zieht,
ein Regenbogen den Himmel ziert,
in herrlicher Farbenpracht und die liebe
Sonne lacht.

Vorbei sind Angst und Schrecken,
wir werden es nicht vergessen.
Gegen die Naturgewalten kann der Mensch
keinen Aufschub halten.
Jedesmal, wenn ein Gewitter naht,
denk ich an diese Kremserfahrt.


Gedichtet von einer Rentnerin unserer "Goldenen Aue"


Herbst

Der Sommer will Abschied nehmen
die Herrschaft wird der Herbst übernehmen.
Der Wind fegt über die Stoppelfelder,
bunt färben sich die Laubwälder,
in herrlichen Farben so schön,
ohne einen Maler zu sehen.
Die ersten Zugvögel gen Süden ziehen,
um hier dem Winter zu entfliehen.

Wir lassen einen Drachen steigen, er wird uns zeigen,
draußen in der freien Natur, der Wind muss passen nur.
Dann wird er sich erheben, erst ein wenig wacklig schweben,
doch dann, wenn die Leine ist los, tanzt er majestätisch
ganz famos, mit voller Eleganz, steht er oben
und wedelt mit dem Schwanz.
Wenn der Wind verliert an Kraft, so stürzt dann er auch ab.

Am Morgen graue Nebel wallen.
Zwingt die Sonne sie zum fallen, sich kleine Nestchen bilden,
da sag ich offen, man kann auf schönes Wetter hoffen.
Der goldene Oktober steht noch an,
wo die Traube reifen kann,
die zum köstlichen Wein wird gepresst, der nicht fehlen darf
zu jedem Fest. Ob weiß, ob rot, ob herb, ob süß,
perlend und prickelnd er ins Glas dann fließt.

Genießen vom köstlichen Naß,
er hebt die Zunge, merkt euch das.
Bei leiser Musik, fröhlich beschwingt,
man sich im Tanz dann wiegt.
Ob Oktoberfest oder Kirmes ist,
mit Prost man es dann begießt.
Auch ein Maß Bier vom Hopfen,
läßt die Kehle nicht trocken.
Einen Nordhäuser Korn schenkt noch ein
dann wird es recht lustig sein.


Gedichtet von einer Rentnerin unserer "Goldenen Aue"

 

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